

Frank Nordiek (links) und Wolfgang Buntrock
geb. 1957, Landschaftsarchitekt
geb. 1964, Erzieher und promovierter Mineraloge
„Die beiden bewahren, pflegen, umschmeicheln, tätscheln, massieren behutsamst das, was sie vorfinden. Wie Hütehunde beschnüffeln sie den Platz, kratzen und wühlen, bis der „Knochen“ zu Tage tritt. So wird ein Nicht-Ort ihnen zum Fundort. Das Vorhandene wird so lange umsorgt und umkreist, bis sich Zeichen erkennen lassen, Andeutungen eines unverwechselbaren Identischen. (...)
Der Geist des Ortes, einmal erkannt, wird zum Blühen gebracht. Was ihnen unter den Händen entsteht, ist nicht Dekor, womit Kunst oft leichtfertig verwechselt wird. So ätherisch und poetisch ihr Werk anmutet, so verbissen und rational kämpfen sie auch, auf den Punkt genau, den Genius Loci zu enthüllen. Die Überhöhung des Vorgefundenen wird zur Entdeckung eines Geheimnisses. Entdeckung ist Aufdeckung. Auch beim Betrachter. Wie Schuppen fällt es von den Augen. Die geistreiche Interpretation offenbart das Unergründliche.(...)“
Ulf Jonak im Vorwort zum Ausstellungskatalog „Naturskulpturen“, Berlin 2002

Foto: Claudia Reh, Dresden